24. Januar 2020

Die Electronics Watch-Jahreskonferenz 2019 schafft neue Partnerschaften, Projekte und Mitglieder

Mehr als 100 Teilnehmer*innen aus 22 Ländern, darunter 51 Beschaffungsverantwortliche, nahmen an der vierten Jahreskonferenz von Electronics Watch in Barcelona teil. Das vielfältige Programm bot unter anderem einige der weltweit führenden Expert*innen für sozial verantwortliche öffentliche Beschaffung, internationales Arbeitsrecht, Rechte von Wanderarbeiter*innen sowie Arbeits- und Sicherheitsschutz am Arbeitsplatz.

Es war ein wertvolles Forum, um von Forscher*innen und vor allem von den Monitoring-Partner*innen und den Vertretern der Arbeiter*innen mehr über ihre Herausforderungen zu erfahren und diese mit ihnen zu diskutieren. Generell sind die Arbeiter*innen für die öffentlichen Beschaffungsverantwortlichen praktisch unsichtbar, deswegen bietet diese Konferenz eine einmalige Gelegenheit, diese Informationslücken zu füllen. Die gesamte Veranstaltung war von unschätzbarem Wert!

--Konferenzteilnehmer

Die Jahreskonferenz von Electronics Watch entwickelt sich zunehmend zu einer Pflichtveranstaltung im Kalender der internationalen Beschaffungsverantwortlichen. Der rote Faden der Konferenz 2019 war die Rolle und die Verantwortung der öffentlichen Beschaffung im aktuellen Klima- und Menschrechtsrechtsnotstand. Die Moderator*innen diskutierten die Auswirkungen auf Umwelt und Menschenrechte in der Lieferkette mineralischer Rohstoffe und Zwangsarbeit in der Herstellung von Elektronikprodukten. Dabei wurden die Monitoring-Ergebnisse von Electronics Watch und die Maßnahmen von Mitgliedern zum Beheben dieser Risiken besonders hervorgehoben. Fachseminare vertieften Themen wie moderne Sklaverei, Arbeits- und Gesundheitsschutz und Liederkettentransparenz.

Die katalanische Regierung (Generalitat de Catalunya) und der Betreiber öffentlichen Nahverkehrs in Barcelona (Transports Metropolitans de Barcelona) gaben auf der Konferenz ihre Mitgliedschaft bei Electronics Watch bekannt. Teilnehmer*innen diskutierten neue Partnerschaften und Projekte, um ihr Engagement bei den problematischen Bedingungen im Bergbau zu vergrößern und besser zu verstehen, wie giftige Chemikalien im Herstellungsprozess eingesetzt werden.

Am zweiten Tag verbrachten Mitglieder und Monitoring-Partner*innen den Vormittag gemeinsam, um Prioritäten und Ziele für das kommende Jahre zu diskutieren.

 

Ein herzliches Dankeschön an alle, die geholfen haben, diese Veranstaltung zu einem Erfolg zu machen, insbesondere an die Mitorganisator*innen von Ajuntament de Barcelona und Associació Catalana de Municipis und den Sponsoren Brot für Alle, London Universities Purchasing Consortium, Good Electronics, UNISON, The University of Edinburgh und der Universität Kiel.

Alle Vorträge stehen unter ‚Programm' auf dieser Webseite zur Verfügung.