Strategie & Jahresberichte

Electronics Watch möchte die folgenden strategischen Ziele erreichen (Sie können den vollständigen Electronics Watch Strategic Plan 2018-2020 hier herunterladen):

  • Ersetzen unfairer und/oder illegaler prekärer Beschäftigungsverhältnisse durch sichere Arbeitsstellen

    1.1. Fokussierung detaillierter Compliance-Prüfungen und Aktivitäten zur Wiedergutmachung auf Fabriken mit einem hohen Maß an prekären oder flexiblen Beschäftigungsverhältnissen, insbesondere mit prekären Beschäftigungsverhältnissen von Frauen; Anstreben von Reformen der Einkaufspraktiken, die zu diesem Problem beitragen

    1.2. Aufklärung öffentlicher Beschaffungsverantwortlicher über die Nachteile prekärer Beschäftigungsverhältnisse anhand von Monitoring-Ergebnissen und über die Zusammenhänge zwischen schlechten Einkaufspraktiken, flexiblen Beschäftigungsverhältnissen und unfairen Arbeitsbedingungen

    1.3. Entwicklung von Instrumenten für die öffentliche Auftragsvergabe, die es unseren Mitgliedern erleichtern, unfaire und illegale prekäre Arbeitsverhältnisse in ihren Elektronik-Lieferketten zu minimieren und zu verhindern

  • Schaffen sicherer Arbeitsplätze und einer sicheren Umgebung für Arbeiter*innen und Mitglieder der Community

    2.1. Erweiterung der Kapazitäten für Monitoring und Behebung von Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Arbeiter*innen in der Lieferkette der Elektronikindustrie mit besonderem Augenmerk auf die Risiken für Frauen. Dazu werden Ressourcen für Gesundheits- und Sicherheits-Monitoring und Intervenierungsinstrumente entwickelt und mit Gesundheits- und Sicherheitsexpert*innen und Gewerkschaften zusammen gearbeitet.

    2.2. Aufklärung öffentlicher Beschaffungsverantwortlicher über Arbeits- und Gesundheitsrisiken für Arbeiter*innen und Mitglieder der Community entlang der Elektronik-Lieferkette

    2.3. Entwicklung von Instrumenten für die öffentliche Auftragsvergabe, die es unseren Mitgliedern erleichtern, die Transparenz bei Chemikalien-Inventaren, Arbeits- und Umweltschutz sowie die Reduzierung von gesundheitsschädlichen Chemikalien in ihrer Elektronik-Lieferkette zu fördern

  • Förderung freiwilliger Arbeit ohne Zwang

    3.1. Beobachtung und Identifizierung von Bereichen und Praktiken, die Zwangsarbeit und moderne Sklaverei begünstigen, zum Beispiel die Rekrutierung von Wanderarbeiter*innen und Beschäftigung von Student*innen, jungen Arbeiter*innen und Kindern

    3.2. Aufklärung öffentlicher Beschaffungsverantwortlicher über die Risiken von Zwangsarbeit und moderner Sklaverei in ihrer Elektronik-Lieferkette

    3.3. Entwicklung von Instrumenten für die öffentliche Auftragsvergabe, die es unseren Mitgliedern erleichtern, das Risiko von Zwangsarbeit und moderner Sklaverei in ihren Elektronik-Lieferketten zu erkennen und zu minimieren, und für die Opfer in ihren Lieferketten Abhilfe sicherzustellen

  • Stärkung der arbeitsorientierten Monitoring-Methode

    4.1. Durchführung von Befragungen und Förderung des Dialogs mit den Monitoring-Partnern und Expert*innen zur Weiterentwicklung der arbeitsorientierten Monitoring-Methode

    4.2. Veröffentlichung eines Leitfadens für arbeitsorientiertes Monitoring, Entwicklung modularer Trainingsressourcen für Vor-Ort-Workshops und Durchführung von Vor-Ort-Workshops und -Trainings über die Monitoring-Methode

    4.3. Identifizierung und Ausbildung potentieller neuer Monitoring-Partner an Herstellungs- und Minenstandorten

    4.4. Erhöhung der Leistungsfähigkeit lokaler Monitoring-Partner, damit Arbeitsplätze in der Elektronikindustrie, die mit den Lieferketten unserer Mitglieder verknüpft sind, mit der arbeitsorientierten Monitoring-Methode überwacht werden können

  • Stärkung der kollektiven Stimme der Arbeiter*innen und ihres Einflusses am Arbeitsplatz

    5.1. Erhöhung der Leistungsfähigkeit lokaler Monitoring-Partner und Zusammenarbeit mit internationalen Gewerkschaften, um die kollektiven Stimmen von Arbeiter*innen zu stärken. Dies beinhaltet die Entwicklung effektiver Beschwerdemechanismen, Schutz von Whistleblowern und das Beheben von Verstößen gegen die Vereinigungsfreiheit.

    5.2. Unterstützung zivilgesellschaftlicher Monitoring-Partner bei der Pflege des sozialen Dialogs zwischen Arbeiter*innen und Arbeitergebern

    5.3. Aufklärung öffentlicher Beschaffungsverantwortlicher über die Relevanz der Meinungen von Arbeiter*innen für nachhaltige Verbesserungen am Arbeitsplatz

  • Erhöhung der Lieferkettentransparenz unter Einbeziehung der Arbeiter*innen

    6.1. Aufklärung öffentlicher Beschaffungsverantwortlicher über Lieferkettentransparenz aus Arbeiter*innen-Perspektive: welche Informationen und Ressourcen benötigen Arbeiter*innen, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten und die Einhaltung ihre Rechte sicherzustellen?

    6.2. Beratung öffentlicher Beschaffungsverantwortlicher über die rechtlichen Auflagen von Lieferkettentransparenz, sowie über Instrumente und praktische Hilfen bei der Implementierung und Durchsetzung der entsprechenden Vertragsbedingungen

    6.3. Schaffung webbasierter Lieferkettentransparenz im öffentlichen Sektor durch Veröffentlichung von Produktionsstätten, Arbeitsbedingungen und Verbesserungsmaßnahmen

    6.4. Unterstützung von Monitoring-Partnern bei der Überprüfung von Lieferketten, die in Zusammenhang mit der Beschaffung der Mitgliedsorganisationen stehen

  • Stärkung des Engagements bestehender Mitglieder und Gewinnung neuer Mitglieder

    Verbesserung der Serviceangebote für Mitglieder

    7.1. Bereitstellen der „Werkzeugsammlung Öffentliche Beschaffung“. Diese enthält eine vollständige Musterausschreibung mit aktuellen Mustervertragsbedingungen und Vergabekriterien, die den EU-Vergaberichtlinien und der nationalen Gesetzgebung entsprechen. Außerdem den Electronics Watch „Leitfaden für Auftragnehmer“ (Contractor Guidance), Vorlagen und Instrumente zur Lieferkettentransparenz und Instrumente zur Unterstützung von IT-Systemhäusern bei der effektiven Erfüllung ihrer Sorgfaltspflicht in der Lieferkette

    7.2. Entwicklung benutzerfreundlicher Monitoring-Daten, die direkt mit den Lieferketten der Mitglieder verknüpft sind: eine individualisierte Übersicht mit Lieferanteninformationen, eine online Betriebs-Datenbank und ein Corporate Performance-Tracker

    7.3. Zusammenarbeit mit lokalen Organisationen und Landesvertretungen, um Mitgliedern persönliche Serviceangebote in ihrer Muttersprache zu bieten

    Instrumente und Gelegenheiten für effektive Öffentlichkeitsarbeit

    7.4. Entwicklung einer Instrumentensammlung zur Öffentlichkeitsarbeit, genannt „Werkzeuge für Botschafter*innen“, mit Berichten über die Wirkungskraft von Electronics Watch, die von Mitgliedern und anderen Personen zur Gewinnung neuer Mitglieder genutzt werden kann

    7.5. Organisation von und Teilnahme an Veranstaltungen, die den Bekanntheitsgrad von Electronics Watch vergrößern, unter anderem die Jahreskonferenz von Electronics Watch und öffentliche Webinare über sozial verantwortliche öffentliche Auftragsvergabe. Angebot eines breiten Spektrums an Konferenzen und Zusammenarbeit mit Netzwerken, die der öffentlichen Auftragsvergabe nahe stehen

    7.6. Veröffentlichung qualitativ hochwertiger Monitoring-Berichte und Nutzung von traditionellen Informationskanälen sowie Social Media-Angeboten, um die Sichtbarkeit von Maßnahmen der Mitglieder und die Markenwiedererkennung zu erhöhen

    7.7. Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen in verschiedenen Ländern, um Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit in Beschaffungsabteilungen zu betreiben und die Mitgliederbasis zu erweitern.

    Verbesserung des Kommunikationsflusses

    7.8. Verbesserung der Information und Kommunikation über Auftrag, Reichweite und Wirkung von Electronics Watch. Dies geschieht über unsere Webseite und das Intranet unserer Mitglieder, Newsletter, Social Media-Kanäle und den Jahresbericht. Schaffung von besseren Gelegenheiten für Mitglieder und potentielle Mitglieder, Wissen und Erfahrungen auszutauschen und sich über Webinare und Treffen zu vernetzen

     

  • Aufbau von Kollaborationsplattformen mit Mitgliedern, Monitoring-Partnern, Gewerkschaften und Branchenvertreter*innen

    8.1. Vernetzung von Mitgliedern untereinander, um den Austausch von Wissen und Erfahrungen zu Themen von allgemeinem Interesse zu ermöglichen

    8.2. Vernetzung von Mitgliedern mit möglichst passenden Monitoring-Partnern, um Wissensaustausch und Zusammenarbeit zur Verbesserung der Bedingungen in den Elektronik-Lieferketten der Mitglieder zu erleichtern

    8.3. Vernetzung von Monitoring-Partnern in verschiedenen Ländern, um gemeinsame Herausforderungen anzupacken

    8.4. Schaffung von Plattformen für Mitglieder, Monitoring-Partner, Gewerkschaften und Branchenvertreter*innen oder Beteiligung an diesen, um Kernprobleme zu adressieren, zum Beispiel prekäre Beschäftigungsverhältnisse, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken, Gefahr von Zwangarbeit und moderner Sklaverei, Vereinigungsfreiheit und freie Meinungsäußerung, Lieferkettentransparenz und Vergaberichtlinien

  • Stärkung der Beziehungen zum erweiterten Organisationsumfeld in den Bereichen nachhaltige Entwicklung und Kreislaufwirtschaft, um mehr Bewusstsein für Verstöße gegen Arbeitsrechte zu schaffen.

    9.1. Zusammenarbeit mit Forscher*innen aus der Wissenschaft, Thinktanks und NGOs, um zu verstehen, wie Arbeitsrechte und Kreislaufwirtschaft durch öffentliche Auftragsvergabe gegenseitig gestärkt und befördert werden können

    9.2. Interne Zusammenarbeit mit Gewerkschaften, um Zusammenhänge zwischen Arbeitsrechten, Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung zu erforschen und eine „Just Transition" durch öffentliche Auftragsvergabe zu befördern

    9.3. Zusammenarbeit mit strategisch wichtigen Netzwerken und Foren für nachhaltige Entwicklung und kreislauforientierte öffentliche Beschaffung

  • Sicherstellen der Glaubwürdigkeit von Electronics Watch gegenüber Stakeholdern und Aufrechterhaltung solider Organisationsstrukturen

    10.1. Beibehaltung des aktiven, informellen Beirats mit Teilnehmern in den Blöcken 1, 2 und 3, die Vorstandsmitglieder aus ihren Kreisen nominieren und wählen, an Webinaren, Treffen und Konferenzen teilnehmen und nach Bedarf Beratung und Orientierung bieten

    10.2. Bildung einer formal gewählten Beratungskommission mit Mitgliedern aus den Blöcken 1, 2 und 3, die den Vorstand beraten und die Verfolgung der ursprünglichen Ziele der Stiftung sicherstellen, die Interessen der Stakeholder von Electronics Watch fördern, die Performance der Organisation evaluieren und Verbesserungen vorschlagen

    10.3. Pflege der regelmäßigen und allgemein zugänglichen Kommunikation nach außen, inklusive einer aktuellen Webseite, eines Newsletters und aktiver Social Media-Kanäle

    10.4. Sicherstellung der organisatorischen Strukturen und Funktionen in Übereinstimmung mit der Satzung von Electronics Watch.

 

In unseren jährlichen Berichten können Sie nachlesen, was wir bisher erreicht haben:

 

    Electronics Watch Jahresbericht 2018

    Der Electronics Watch Jahresbericht bietet eine umfassende Übersicht über unsere Aktivitäten im Jahr 2018. Wir berichten u.a. über Verbesserungen in den Produktionsstandorten, die von unseren Mitgliedern bewirkt wurden, unseren Jahresabschluss und auch zur organisatorischen und finanziellen Entwicklung von Electronics Watch.

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    Electronics Watch Zweijahresbericht 2016-2017

    Der Zweijahresbericht von Electronics Watch bietet eine umfassende Übersicht über unsere Aktivitäten im Zeitraum 2016-2017, darunter auch Berichte über die Veränderungen vor Ort, die von unseren Mitgliedern bewirkt wurden, und beinhaltet unseren Jahresabschluss und nähere Informationen zur organisatorischen und finanziellen Entwicklung von Electronics Watch.

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