Erfüllung des Vertrags und der Sorgfaltspflicht

Die Vertragsbedingungen von Electronics Watch sind ein wirkungsvolles Instrument für öffentliche Beschaffungsverantwortliche, ihrer sozialen Verantwortung gerecht zu werden.

Vertragserfüllungsmanagement statt Zertifizierungen

Mit jedem einzelnen Vertrag für Elektronikprodukte sollen Verstöße aufgedeckt und die Bedingungen für die Arbeiter*innen, die die Produkte herstellen, verbessert werden. Die Vertragsbedingungen von Electronics Watch schaffen den rechtlichen Rahmen für dieses Verfahren.

Das Vertragserfüllungsmanagement schafft eine langfristige Zusammenarbeit mit den Auftragnehmern und ermöglicht so einen nachhaltigen Veränderungsprozess während der gesamten Vertragslaufzeit.

Electronics Watch zertifiziert oder bewertet weder Produkte, Herstellerbetriebe noch Unternehmen im Hinblick auf deren Einhaltung von Arbeiterrechten und Sicherheitsstandards. Kein Unternehmen kann vollständige Compliance in der Lieferkette für sich beanspruchen.

Wirksame Erfüllung der Sorgfaltspflicht

Laut dem Berichtsrahmen für die UN-Leitprinzipien handelt es sich bei der Erfüllung der Sorgfaltspflicht im Zusammenhang mit Menschenrechten um ein fortlaufendes Risikomanagementverfahren. Dieses muss von verantwortungsbewussten Unternehmen eingehalten werden, um negative Auswirkungen auf die Menschenrechte zu identifizieren, zu vermeiden, zu verringern und zu verantworten.

Die Vertragsbedingungen von Electronics Watch und der dazugehörige „Leitfaden für Auftragnehmer“ (Contractor Guidance) machen dieses Risikomanagementverfahren greifbar, durchsetzbar und wirksam.

Auftragnehmer müssen festgelegte Ergebnisse erzielen, die innerhalb ihrer direkten Kontrolle liegen, oder den Versuch der effektiven Erfüllung ihrer Sorgfaltspflicht nachweisen. Dies dient dazu, die Einhaltung des Electronics Watch-Kodex der Arbeitsstandards (Code of Labour Standards), die Transparenz der Lieferkette und die Kooperation der Betriebe mit den Prüfer*innen von Electronics Watch sicherzustellen.