3. Dezember 2018

Richtlinien zum Schutz der Sehkraft von Arbeiter*innen

Arbeiter*innen, die bei großen Elektronikzulieferern unter greller Lichteinstrahlung Bildschirme auf Fehler kontrollieren, haben Electronics Watch berichtet, dass sich ihre Sehkraft innerhalb kürzester Zeit verschlechtert. Einige der Arbeiter*innen erzählten Prüfer*innen, sie könnten sich nur durch Kündigung schützen. Electronics Watch hat Richtlinien über geeignete Maßnahmen zum Schutz vor Augenüberbelastung entwickelt. So soll sichergestellt werden, dass Arbeiter*innen nicht kündigen müssen, um ihre Gesundheit zu schützen.

Die Richtlinien zeigen Strategien auf, mit denen die Überbelastung der Augen reduziert, verhindert und korrigiert wird und zwar in Zusammenarbeit mit den Personen, die am meisten von diesem Problem betroffen sind – den Arbeiter*innen selbst. Bei der Entwicklung, Bewertung und Überarbeitung der Bestimmungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz ist es besonders wichtig, das Recht der Arbeiter*innen auf Information und Teilhabe zu respektieren. Die Richtlinien sehen vor, Risiken durch Gefährdungs- und Risikoanalysen zu identifizieren, um Ursachen, Intensität, Expositionssituation und -dauer zu verstehen. Die Einrichtung eines Programms zum Arbeits- und Gesundheitsschutz mit dazugehöriger Kommission wird empfohlen. Dieser Kommission sollten sachverständige Berater und Arbeiter*innen angehören, die die Implementierung eines Aktionsplanes zur Ursachenbehebung von Augenüberbelastungen beaufsichtigen.